Orang-Utan Kaffee - Kaffehandel zum Schutz des Regenwaldes in Sumatra und der dort lebenden Orang-Utans


Orang-Utan Kaffee

Kaffehandel zum Schutz des Regenwaldes in Sumatra und der dort lebenden Orang-Utans:

Die Anfänge

Initiatorin des Projekts ist die Schweizerin Regina Frey, die 1973 als frischgebackene Biologin das erste Mal nach Sumatra reiste, um dort im Auftrag des WWF und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt a.M. eine Wiederauswilderungsstation für Sumatra Orang-Utans aufzubauen. Seit 1973 setzt sie sich unermüdlich für den Erhalt des Lebensraums der Sumatra Orang-Utans in Indonesien ein:
Als illegale Haustiere gehaltene oder zu landwirtschaftlichen Schädlingen deklarierte Orang-Utans werden nach ihrer Beschlagnahmung durch die indonesischen Naturschutzbehörden zuerst in der Quarantänestation des Sumatra- Orang-Utan-Schutzprogramms (SOCP) in Batu Mbelinbei Bohorok medizinisch behandelt und anschließend in das Wiederansiedlungszentrum nach Jambi/Zentralsumatra oder Jantho/Aceh überführt.

Bedrohung durch grassierende Rodungen

Zunehmend stand in den letzten Jahrzehnten ein anderes Problem in vielen Regionen der Insel im Mittelpunkt: Infolge bedenkenloser Rodungen des Regenwaldes zur wirtschaftlichen Nutzung vor allem als Palmölplantagen schrumpft der Lebensraum der Orang-Utans rapide, wovon auch weitere vom Aussterben bedrohte Arten wie der Sumatra-Tiger und das Sumatra-Nashorn betroffen sind. In den letzten Jahrzehnten wurden pro Jahr auf Sumatra durchschnittlich 550.000 (!) Hektar Naturwald gerodet. Durch den schwindenden Lebensraum und die Bejagung durch den Menschen gibt es heute nur noch ca. 6.500 wild lebende Sumatra Orang-Utans.

Die Stiftungen

Regina Frey gründete die Schweizer Stiftung PanEco, Stiftung für nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch, die seit 1996 verantwortlich für das umfassende Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramm auf Sumatra ist. Hinzu kam die Gründung von Yayasan Ekosistem Lestari (YEL), der indonesischen Stiftung für ein nachhaltiges Ökosystem, die sich als operativer Partner von PanEco für die Umsetzung der Projekte auf Sumatra verantwortlich betätigt. Über den Kampf Regina Freys um die Erhaltung des Lebensraumes der Orang- Utans, den Regenwald von Sumatra, wurde vielfach in der Presse und im Fernsehen berichtet.

Der ‹Orang-Utan-Kaffee›

Die jüngste Initiative von Regina Frey und ihren Mitarbeitern von YEL ist das ‹Orang-Utan-Kaffeeprojekt›: Mit einem Netzwerk kleinbäuerlicher Kaffeeanbauern in den Dörfern Umang Issaq und Wih Bersih in der Provinz Aceh etabliert sie das Label ‹Orang-Utan-Kaffee›, um auf diese Weise einen erstklassigen Bio-Kaffee auf den Markt zu bringen und gleichzeitig tropischen Regenwald und damit Orang- Utan-Lebensraum zu schützen. Neben der Nachhaltigkeit sind zugleich wirtschaftlicher sozialverträglicher Kaffeeanbau und -handel das Ziel. Dank dem naturnahen Anbau nach strengen Richtlinien werden die an die Kaffeeplantagen angrenzenden, im Hochland gelegenen Bergregenwälder geschützt, die Bauern bekommen eine gerechte Entlohnung plus Prämie für hochwertige Rohkaffees und die vom Aussterben unmittelbar bedrohten Sumatra Orang-Utans erhalten Hilfe. Die Partnerschaft zwischen der Stiftung PanEco und vertrauenswürdigen, professionellen Partnern aus der Kaffeebranche gewährleistet die Realisierung dieses ehrgeizigen Zieles.

Ein hochwertiger Qualitätskaffee durch Richtlinien und Transparenz

Auf Sumatra gedeiht ein ganz besonderer Arabica-Kaffee, den die Partner zu speziellen Preisbedingungen unter folgenden Bedingungen kaufen: Die Kaffeeanbauer
  • bewirtschaften ihre Plantagen nach strengen ökologischen Richtlinien,
  • verzichten auf Rodungen des Regenwaldes, die Ernte und den Verkauf von geschützten Pflanzen sowie
  • die Jagd oder den Handel mit geschützten Tierarten,
um somit den Regenwald in seiner Pflanzen- und Artenvielfalt zu wahren.
In dieser Partnerschaft erhalten die nach den drei genannten Richtlinien arbeitenden Kaffeeanbauer für ihre Leistungen eine Prämie von 0,50 € pro kg Rohkaffee zuzüglich zum bereits höheren Preis für den direkten Handel. Weitere 0,50 € gehen an das Sumatra- Orang-Utan-Schutz-Programm (SOCP). So soll der Lebensraum der bedrohten Orang-Utans auf Sumatra nicht nur erhalten, sondern wieder ausgedehnt werden. Die Gründung der Aktionsgemeinschaft ‹Orang Utan Kaffee› und deren Zusammenarbeit mit der von Regina Frey gegründeten Stiftung PanEco, die sich seit Jahren um den Schutz des Orang-Utans bemüht, ist
  • ein Schritt auf einem langfristig angelegten Weg zu mehr Umweltschutz
  • und bietet auch die Sicherheit, dass die Gelder dort landen, wo sie ankommen sollen.

Die Gemeinschaft in Kehna als Projektpartner

An dem Kaffee-Projekt sind neben PanEco bereits fast alle Kaffeebauern aus zwei Dörfern beteiligt, als deutsche Partner haben sich vier Kaffee-Röstereien angeschlossen: die Speicherstadt-Kaffeerösterei in Hamburg, Caffé Fausto in München, Heilandt Kaffeemanufaktur in Köln und die Rösterei der Gemeinschaft in Kehna. Hinzu kommen zwei weitere Röstereien in Europa.
Nach einem Besuch durch mehrere Vertreter der deutschen Kaffeeröstereien ist die Begeisterung für dieses beeindruckende Projekt groß und wir freuen uns, Ihnen hiermit den besonderen und sehr schmackhaften ‹Orang-Utan-Kaffee› vorstellen und anbieten zu können.

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