COMUCAP - ein spezieller Kaffee mit einem besonderem Hintergrund


COMUCAP

ein spezieller Kaffee mit einem besonderem Hintergrund

Über Honduras…

Nach Haiti ist Honduras eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. In manchen Bergtälern finden sich noch heute indianische Ureinwohner, die völlig zurückgezogen als Jäger und Sammler leben.

Schätzungen zufolge leben ca. 70% der honduranischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, wobei die Quote in den ländlichen Gebieten bis zu 80% beträgt. Entsprechend verbreitet sind Unter- und Fehlernährung. Etwa die Hälfte der Landbevölkerung besteht aus Analphabeten, deren täglich Brot die schlechte medizinische Versorgung, ein marodes Schulsystem, und damit einhergehend ein geringes Bildungsniveau ist. Die meisten Farmer sind nicht in der Lage, eine tragfähige wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Diese Umstände verstärken die Landflucht. Insbesondere die kräftigen, jungen Männer erhoffen sich durch Auswanderung in die USA ein besseres Leben und lassen ihre Familien zurück.

Diese Situation herrscht bereits seit einigen Jahrzehnten in Honduras; bis heute hat sich daran wenig geändert.

Über COMUCAP…

Die Geschichte der honduranischen COMUCAP (Coordinadora de Mujeres Campesinas de La Paz), eine Landfrauenorganisation, beginnt mit dem überregionalen Radiosender ´San Miguel´…

Im Jahr 1993 diskutierten sieben Frauen in einer Live- Radiosendung namens „Von Frauen für Frauen“ über die Lebenssituation und Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensumstände der ländlichen weiblichen Bevölkerung. In dieser Sendung, deren Ausstrahlung zunächst nur einmal wöchentlich geplant war, konnten Zuhörer/Innen anrufen und sich an der Diskussion beteiligen. Schnell waren die Telefonleitungen überlastet.

Die überaus hohe Resonanz führte zunächst zu einer Verlängerung der Sendezeit und wenig später zu einem regelmäßigen festen Sendeplatz. Diese sieben Frauen gründeten daraufhin eine Agrar-Kooperative namens COMUCAP, mit den Zielen, für sich und ihre Familien bessere Lebensbedingungen zu schaffen, sich für die Rechte und die Gleichberechtigung der Frauen einzusetzen und diese Rechte künftig zu wahren und finanziell unabhängig von den Männern agieren zu können und nachhaltig unabhängig zu bleiben.

COMUCAP heute…

Aktuell besteht die COMUCAP-Kooperative aus 256 ausschließlich weiblichen Mitgliedern, die alle Anteile an der Kooperative halten.

Zwei ´Fincas´ (Kaffeeplantagen) und eine Kaffeetrocknungs- und Verarbeitungs-Anlage gehören heute der Kooperative. Der Kaffeeanbau wird stetig vergrößert, weil dies das einzige Produkt ist, das den Frauen dauerhaft Einkommen bringt und dadurch das Überleben sichert.

Da Kaffee wetter- und börsenbedingt ein risikoreiches Produkt ist produzieren die Bäuerinnen u. a. auch Aloe Vera, Brombeeren, Medizinalpflanzen, Früchte und biologisch erzeugtes Gemüse. In der Bezirkshauptstadt ´Marcala´ betreibt die Organisation ihr Büro mit einem kleinen Laden, in dem die Erzeugnisse verkauft werden.

Hier finden zudem permanent Seminare über ökologischen Kaffee-Anbau, Pflanzen-Pflege, Produktion von Düngern und Buchhaltungs- und Finanz-Fragen statt.

Die Kooperative gilt seit einigen Jahren als Vorzeigebeispiel und vermittelt ihr Wissen mittlerweile auch an Frauengruppen, die von weit außerhalb zu den Seminaren kommen. Der Erfolg hat das Selbstbewusstsein der Bäuerinnen enorm gesteigert und für Unabhängigkeit gesorgt. In Zukunft wollen sie die Alphabetisierungskampagne weiterzuführen.

Beschreibung…

Das subtropische Klima, die bergige Geographie und ein hervorragender Nährboden bieten optimale Bedingungen für den Anbau eines hervorragenden Kaffees. In der Tasse glänzt der COMUCAP-Bio-Kaffee mit besonders feinen, frischen Aromen und einem leichten bis mittlerem Körper bei einer feinen, dezenten Säure.

Wir sind froh und stolz, Ihnen diesen Kaffee, für den wir im Mai 2009 zu COMUCAP gereist sind, anbieten und so das Projekt unterstützen zu können!